Realisierung

Aufbauend auf den entwickelten Textilsystemen zum Schutz gegen Laserstrahlung wurden Demonstratoren für passive und aktive Handschuhe, Jacken und Schürzen sowie für aktive Vorhänge gefertigt, wobei die aktiven Systeme an eine geeignete Elektronik gekoppelt waren. In diesem Zusammenhang wurden auch Eigenschaften wie der Widerstand gegen Verschleiß und Entzündung, die Waschbarkeit sowie die Haptik und ergonomische Aspekte betrachtet. Darüber hinaus wurde ein spezieller Teststand entwickelt, der mit Geräten zur automatisierten Messung optischer und thermophysikalischer Eigenschaften potenzieller Schutzsysteme während einer definierten Laserbestrahlung ausgerüstet ist. Damit lässt sich die Eignung neuer passiver und aktiver Textilsysteme zum Schutz der Haut gegen Laserstrahlung bewerten. Die Ergebnisse der durchgeführten Entwicklungen wurden genutzt, um die Standardisierung der Prüfprozeduren für Laserschutztextilien anzustoßen (siehe DIN SPEC 91250:2014-11). Dies soll später die Grundlage für die Standardisierung von Laserschutzbekleidungen und -vorhängen sein, wobei dafür Ergänzungen existierender Normen oder eigenständige neue Normen in Frage kommen.

Für die Realisierung der Projektentwicklungen wurden 14 potenziell verwertbare Projektergebnisse definiert. Die Partner kooperieren nach Projektende für eine erfolgreiche Verwertung eng miteinander. Mit der Markteinführung der ersten aus dem Projekt resultierenden Laserschutzbekleidungen sowie Vorhänge wurde im Jahr 2014 gestartet. Der erste Textilprüfstand wird am LZH bereits für Prüfungen in Zusammenarbeit mit dem STFI genutzt.